
Wie man Infrarotheizungen wirklich „intelligent“ macht
Die meisten Heizgeräte erwärmen einfach die Luft – dadurch steigt die Wärme meist direkt nach oben zum Deckenbereich, während die Füße weiterhin kalt bleiben. Bei Infrarotheizungen ist das anders: Die Wärme trifft direkt auf einen selbst sowie auf die Möbel. Es fühlt sich an, als stünde man an einem sonnigen Ort an einem kalten Tag.
Doch die wahre Magie entfaltet sich, wenn man auf das Bedienen des manuellen Schalters verzichtet und das Haus selbst die Kontrolle übernimmt.
Das „Sofort-Einschalt-Feeling“
Der Vorteil von Infrarotheizungen ist, dass sie sich nicht erst „erwärmen“ müssen. Es gibt keine Radiatoren, die zwanzig Minuten lang brauchen, um warm zu werden. Man schaltet einfach den Schalter ein – und schon gibt es Wärme.
Um dies in einem Smart Home zu ermöglichen, reicht es nicht aus, das Gerät einfach mit einem billigen Timer zu verbinden. Man benötigt plutôt einen Hochstromrelais oder ein Solid-State-Relais zwischen dem Hub und dem Heizgerät. Dadurch kann man dem Haus signalisieren: „Ich komme nach Hause.“ Sobald man durch die Tür tritt, beginnt das Heizgerät sofort mit der Wärmeabgabe.
Einstellungen für eine effektive Funktionsweise
Falls man viele Geräte besitzt, kann das WLAN überlastet werden. Deshalb verwende ich normalerweise Zigbee oder Matter – dadurch bleibt alles schneller und zuverlässiger.
Und bitte: Verbinden Sie Ihr Heizgerät unbedingt mit einem Bewegungssensor. Es gibt nichts Schlimmeres, als festzustellen, dass man ein leeres Gästezimmer sechs Stunden lang beheizt hat. Ich stelle meine Heizgeräte so ein, dass sie nur dann einschalten, wenn das Zimmer tatsächlich belegt ist und die Temperatur unter 18°C fällt. So funktioniert es einfach am besten.
Ein paar Dinge, auf die man achten sollte
Hinweis: Diese Geräte verbrauchen viel Energie. Wenn man versucht, ein 2000-Watt-Heizgerät über einen herkömmlichen Smart-Stecker zu betreiben, wird wahrscheinlich etwas kaputtgehen. Nutzen Sie stattdessen einen robusten Kontaktor.
Außerdem: Infrarotheizungen halten die Wärme nicht lange fest. Sobald der Strom ausfällt, verschwindet die Wärme wieder. Wenn die Einstellungen zu streng sind, schaltet das Heizgerät jede paar Sekunden ein und aus. Geben Sie ihm etwas Spielraum in den Einstellungen, damit es konstant und leise arbeiten kann.